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Sägeketten schärfen

Sägeketten schärfen

 

 

Damit Sie beide Hände zum Schärfen frei haben, müssen die Motorsäge und Schiene festgespannt werden. Dabei muss eine gute Stabilität sichergestellt werden. Am Besten ist es, wenn Sie zum Sichern der Schiene einen Schraubstock auf einer Werkbank verwenden. Die Kette sichern Sie, indem Sie die Kettenbremse aktivieren.

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Feilen der Schneidezahnwinkel

Die Schneidezähne der Ketten müssen in drei unterschiedlichen Winkeln gefeilt werden: Schärfwinkel, Brustwinkel und Dachwinkel. Die Winkel sind vom Kettentyp abhängig. Verwenden Sie eine Feillehre, dann müssen Sie nicht auf die unterschiedlichen Winkel achten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Folgen Sie einfach den Anweisungen.

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1. Sie beginnen mit den Schneidezähnen. Benutzen Sie eine Rundfeile und Feillehre, die für Ihren Kettentyp vorgesehen sind (siehe Tabelle ganz unten).

2. Platzieren Sie die Feillehre auf der Kette. Die Pfeile an der Feillehre müssen in die Drehrichtung der Kette zeigen (zum Umlenkstern). Die Feillehre muss auf der Kette aufliegen.
3. Schärfen Sie mit dem Zweihandgriff. Die Feile muss in einem Winkel von 90 Grad an die Rollen der Feillehre angelegt werden. Die Feile soll auf beiden Rollen aufliegen. Der Feilwinkel beträgt je nach Kettentyp 25-35°. Feilen Sie mit gleichmäßigen Feilen­strichen vom Körper weg.
4. Nun feilen Sie jeden zweiten Schneidezahn. Jeder Zahn muss so lange gefeilt werden, bis er scharf ist. Wichtig ist, dass alle Zähne gleich lang sind.
5. Haben Sie alle Schneidezähne auf einer Seite geschärft, ­öffnen Sie den Schraubstock und spannen die Schiene von der anderen Seite fest.
6. Anschließend feilen Sie die Schneidezähne auf die gleiche Art in entgegengesetzter Richtung.  
 
 
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Haken. Der Brustwinkel ist zu klein.

Freihandfeilen

Ohne Feillehre können Sie natürlich auch arbeiten, wenn Sie Routine beim Feilen haben. Sie müssen aber sicherstellen, dass die ursprünglichen Winkel des Schneidezahns erhalten bleiben. Wir empfehlen, wenn Sie ein paar Mal mit der Hand gefeilt haben, dass Sie dann wieder die Feillehre verwenden, um den korrekten Winkel und Tiefe der Schneidezähne beizubehalten.

Sie sollten es vermeiden so zu schärfen, dass ein Haken entsteht. Dann ist die Kette zu „aggressiv“ und die Rückschlaggefahr erhöht sich. D.h., dass die Säge unnötigbelastet und der Benutzer erhöhter Vibration ausgesetzt wird.
 
 
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Überschärfter Schneidezahn.

Austauschen der Kette

Wenn der längste Teil des Schneidezahns kürzer als 4 mm ist oder wenn Sie Risse entdecken, muss die Kette ausgewechselt werden.
 
 
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Tiefenbegrenzer.

Tiefenbegrenzer

Der Tiefenbegrenzerabstand (Höhenunterschied zwischen dem Tiefenbegrenzer und der Zahnspitze) ist maßgebend dafür, wie tief der Schneidezahn schneidet. Es ist das Prinzip eines Hobels. Ist die Klinge des Hobels auf eine kleine Höhe eingestellt ist, wird nur wenig Holz abgehobelt. Genauso ist es mit der Sägekette, wenn der Abstand zwischen Tiefenbegrenzer und Zahnspitze zu klein ist. Wenn der Tiefenbegrenzer zu weit nach unten gefeilt wird, ist es ebenfalls nicht gut. Dann schneidet der Zahn zu tief ins Holz ein. Die Folgen sind ein zu agressiver Schnitt und verstärkte Vibrationen. Zudem erhöht sich auch hier die Rückschlaggefahr und die Kettensäge wird unnötiger Belastung ausgesetzt.
 
 
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Tiefenbegrenzer schärfen

Zu empfehlen ist das Tiefersetzen der Tiefenbegrenzer, wenn Sie die Schneidezähne etwa 3 – 5 Mal geschärft haben. Haben Sie z.B. in Stein gesägt haben und alle Zähne mussten stark angefeilt werden, sollten Sie auch den Tiefenbegrenzer tiefer setzen.

Auf der Tiefenbegrenzerlehre ist „Soft“ und „Hard“ eingestanzt. „Soft“ steht für weiches Holz (Nadelholz) und „Hard“ steht für gefrorenes und hartes Holz (Laubbäume). Wenn die Tiefenbegrenzer gemäß „Hard“ geschärft werden, geht der Zahn etwas weniger tief ins Holz als wenn gemäß „Soft“ geschärft wird.

Bei hartem Holz kann bei einem Schnitt nicht so viel Holz weggesägt werden wie bei weichem Holz. Das Maß des Tiefenbegrenzers ist vom Kettentyp abhängig, nachzuschlagen im Benutzerhandbuch der Säge.
 
 
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1.  Legen Sie die Lehre an und halten Sie sie mit einer Hand fest. Wählen Sie „Soft“ oder „Hard“, je nachdem welche Holzart Sie sägen wollen. Die Wahl der Tiefenbegrenzerlehre ist vom Kettentyp abhängig.
 
2. Nehmen Sie eine flache Feile in die andere Hand und feilen Sie den Tiefenbegrenzer, bis die Feile eingreift.
 
3. Fahren Sie fort, alle Tiefenbegrenzer auf der Kette zu feilen. Das richtige Aufsetzen der Lehre hängt davon ab, ob der Schneidezahn rechts- oder linkshändig geschärft wurde.

 

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